Wieviel Disziplin verträgt
das Leben?

Es gibt einen Song einer Band, die Kinderlieder macht, in dem heißt es in einer Textzeile sinngemäß: „Ich muss immer nur müssen“. Ist doch irgendwie  ziemlich blöd, dass schon Kinder den Zustand des Hamsterrads bereits kennen, oder? Und wenn ich selbst abends erschöpft auf dem Sofa sitze, wenn es 21:47 Uhr ist und die letzte Aufgabe des Tages gerade erledigt und ich eigentlich zu nichts mehr in der Lage bin, außer ins Bett zu fallen, möchte ich einfach manches Mal aus meinem Leben verschwinden. Obwohl ich mein Leben wirklich sehr sehr gern mag. Aber was ich nicht mag, ist das es, damit alles darin einigermaßen funktioniert (Job, Kinder, Haushalt, soziale Kontakte) alles so derart durchgetaktet sein muss. Andererseits zeigt sich immer wieder: ganz ohne Disziplin geht es eben auch nicht. Würde ich nicht morgens um sechs Uhr zum Laufen aufbrechen, würde ich gar keinen Sport mehr treiben. Würde ich nicht die Kinder zum Üben ihrer Instrumente antreiben, würden sie immer noch kein einziges Lied spielen können. Würde ich nicht… Diese Disziplin macht keinen Spaß, aber sie erleichtert doch einiges. Ich frage mich nur, ob man sich so sehr an sie gewöhnen kann, dass ein Leben ohne sie irgendwann gar nicht mehr möglich ist. Und was machst das dann mit einem?

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