Kann ein Franzbrötchen
böse sein?

Vor einiger Zeit kam morgens eine Kollegin in mein Büro hineingestürmt, abgehetzt und gestresst schon jetzt, ganz am Anfang des Tages. Der übliche morgendliche Wahnsinn  hatte sie fest im Griff: Sie war zu spät mit ihrer Tochter zur Schule gekommen, dann hatte sie einen Termin mit einem Kunden vergessen und gefrühstückt hatte sie auch noch nichts. Der Tag schien bereits gelaufen. „Ich habe noch nichts gegessen, hast du etwas  übrig?“

„Ich habe noch ein Franzbrötchen, wenn du magst.“ – „Franzbrötchen, so süßes Zeug? Nee, so etwas esse ich nicht mehr! Viel zu fett!“ Sie stürmte aus dem Zimmer und ich saß leicht verstört an meinem Schreibtisch.

Was für ein Auftritt! Ich schaute auf mein armes Franzbrötchen und fragte mich: „Bist du wirklich böse?“ Aus ernährungsphysiologischer Sicht war es das bestimmt. Zu viel Zucker, zu viel Fette, leere Kohlenhydrate. Wer nur isst, um fit zu werden oder es zu bleiben, ist so ein Franzbrötchen ein Vorbote aus der Schwabbel-Hölle. Für mich ist einmal in der Woche der beste Start in den Tag. Und das Gegenteil von: „Du müsstest mal“. Es ist einfach nur Genuss, Loslassen und ja – Zucker!

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