Hab’ keine Angst vor dem Monster

Es sind Sätze wie: „Ich bin nicht gut (kreativ, intelligent…) genug für diese Aufgabe“; „Man traut mir das sowieso nicht zu“ oder „Jemand wird merken, dass ich nichr genügend Kraft dafür habe“, „Ich bin eine schlechte Mutter“: Monstersätze. Individuelle, ganz persönliche Stolperfallen, die uns ständig begleiten und kleinhalten. Erlernte Verhaltensmuster oder Gebote, die uns schon lang und in den meisten Fällen völlig grundlos begleiten. Psychologen nennen sie auch ANTS – automatic negative thoughts. Das Dumme an ihnen ist: Meistens überfallen sie einen in den unpassendsten Momenten und dann überrollen sie uns mit einer solchen Macht, dass sie mit einem Mal alles zunichte machen, was vorher war. Etwa, wenn man sich eigentlich ziemlich gerade ziemlich gut mit sich selbst fühlte und einen plötzlich der Blick eines Fremden streift, den man nicht einordnen kann. Vielleicht denkt man dann: „Der findet mich zu dick. Oder meine Frisur blöd.“ Und die gute Laune ist dahin.

ANTS haben nämlich ein großes Talent sich unsere Gedanken und Gefühle fast komplett einzuverleiben. Aber genau das ist auch ihre Schwachstelle. Der beste Weg ihnen zu begegnen ist daher: sie wahrzunehmen, ihnen aber nicht den Boden zu bereiten. Sprich zu merken: Alles klar, hier kommt er wieder, mein typischer Negativ-Satz, aber warum eigentlich? Weiß ich überhaupt, was dieser Fremde dort drüben wirklich über mich denkt? Warum sitzt gerade in dieser Situation mein kleines Monster mir auf der Schulter? Allein die Situation kurz zu analysieren hilft, Abstand zu seinen negativen Gedanken zu gewinnen und sie nicht alles bewerten zu lassen. Ich selbst helfe mir dabei häufig mit einem kleinen Mantra aus: „Ich bin nicht meine Gedanken“, das bringt mich automatisch aus der Szene heraus und ich kann wieder klarer denken. Probier‘ es doch mal aus.

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