Wieviel Achtsamkeit steckt in Hygge?

Alle reden über Hygge, machen es sich hyggelig oder fühlen sich hyggelig (siehe auch den Blogeintrag zu „Hygge“). Es gibt Hotels, Klamotten, Lebensmittel, die als hyggelig beworben werden. Aber kann man sich das Gefühl von „Hygge“ tatsächlich einfach so kaufen? Oder entsteht es nicht vielmehr aus einem anderen Blick auf den eigenen Alltag, auf die kleinen Dinge und Momente, die unser Leben eben zu unserem Leben machen?

Ich habe mich etwa heute morgen ziemlich hyggelig gefühlt. Nach Tagen voller Regen und grauen Wolken, kam die Sonne heraus und plötzlich leuchtete meine Straße wieder. Ich stieg auf mein Fahrrad, sah in die Baumkronen mit ihren gelben, braunen und roten Blättern und war – glücklich. Und dankbar. Für diesen ganz einfachen kleinen Moment. Hygge hat daher meiner Meinung ganz viel mit Achtsamkeit zu tun. Es geht um das Sich-Bewusstmachen- und des-Sich-Bewusstwerdens des Augenblicks. Den zu sehen und für sich zu erleben, darauf kommt es an und mit ihm stellt sich dann glücklicherweise häufig auch ein Gefühl der Dankbarheit ein und wir fühlen uns mit uns selbst, der Natur, aber auch anderen verbunden. Eben hyggelig.

Und vielleicht hilft es ja gerade denjenigen, die mit Achtsamkeit bisher nicht so viel anfangen konnten, dass Hygge jetzt so ein großer Trend ist: das Kind trägt einen anderen Namen, ist nicht so mit Bedeutung aufgeladen und kann so helfen, dass immer mehr Menschen sich bewusster dem Leben zuwenden. Schöner wird es so damit auf jeden Fall.

 

 

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