Warum ich für 2018 keine Pläne mache

Es geht wieder los: Überall werden Listen mit Plänen und Vorsätzen angelegt, um ein besserer, ein fitterer, ein achtsamerer Mensch zu werden. Die einen nehmen sich den obligatorischen „Mehr-Sport“-Vorsatz für das neue Jahr vor. Die anderen möchten jetzt jeden Morgen meditieren, wieder andere sich besser ernähren oder geduldiger mit den Kindern oder ihren Mitmenschen sein. Und die meisten von ihnen werden – wahrscheinlich scheitern. Und ziemlich frustriert sein. Sich über sich selbst ärgern und wieder einmal ziemlich unzulänglich finden. Was am Ende ja die ganze Sache mit den guten Vorsätzen ziemlich kontraproduktiv macht und konterkariert.

Ich habe es aufgegeben mit den Vorsätzen. Zumindest mit denen, die mir von Anfang nicht recht geheuer vorkamen und von denen ich wusste, ich würde sie ohnehin nicht durchhalten können. Stattdessen habe ich mich gefragt: Was willst du wirklich an dir verändern? Und: Was kannst du ehrlich durchhalten ohne das Gefühl haben, dich dabei verstellen zu müssen? Und auch – das finde ich fast am wichtigsten – wieso musst du überhaupt dies oder jenes verändern? Um gefälliger zu werden? Oder weil du dich selbst so nicht magst?

Seitdem fasse ich zwar auch noch ab und an einen Vorsatz, aber nur einen, der mir wirklich am Herzen liegt – und ich erlaube mir von Anfang zu scheitern. Das nimmt die Luft raus und ich weiß, ich muss nichts verändern, aber ich kann es probieren, wenn ich wirklich will. Diese Erlaubnis zum Scheitern ist so etwas wie meine psychologische Rückversicherung, dass es am Ende doch noch klappt mit dem Vorsatz. Bislang hat es jedenfalls immer ziemlich gut funktioniert.

Was habt Ihr euch für 2018 vorgenommen? Woran scheitert Ihr jedes Jahr aufs Neue? Wenn Ihr mögt, erzählt davon unter #gelassenscheitern

 

 

 

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