In wenigen Schritten zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance?

Ich versage gerade auf ganzer Linie. Mein Zeitmanagement ist eine Katastrophe, die Prioritätensetzung ebenso: mit anderen Worten meine Work-Life-Balance ist nicht nur am Ar… – sie ist quasi nicht existent. Denn obwohl ich meine Arbeit sehr sehr gern mag, mag ich meine Familie und mein Leben – so ehrlich muss man sein – noch ein bisschen lieber. Und es ist eben ein Trugschluss beides so ohne Weiteres unter einen Hut zu bekommen, trotz Ganztagsschulen, flexiblen Vorgesetzten und familiärer Unterstützung. Mir persönlich geht es dabei auch gar nicht so sehr um die reibungslose Organisation von Job & Familie, mir geht es vor allem um persönliche Freiheit und Kreativität, um die Möglichkeit wieder in Ruhe anders und neu denken zu können (was dann am Ende auch meinem Job wieder zu gute kommt). Nun gibt es ja immer wieder verschiedene Ideen und Vorschläge wie man zu einer besseren Work-Life-Balance kommt – aber weil mir das oft zu viele tolle neue Vorschläge sind, habe ich mir zwei zusammengeschustert, die mir in kritischen Situationen am ehesten helfen:

Erstens: Keine überflüssigen selbst auferlegten Regeln

Ein großer Fehler, den viele immer wieder machen – ich auch – ist, dass wir uns in unserer Freizeit Ziele, manchmal zu strenge Ziele setzen (etwa: jeden Tag zehn Minuten meditieren, eine halbe Stunde laufen gehen, einmal in der Woche fasten), die uns eigentlich in unserer Fähigkeit mal loszulassen torpedieren. Denn da ist jetzt wieder ein neues MUSS, so wie schon im Job und Zuhause ganz viel MUSS ist. Die Lösung: In der Freizeit wirklich die Dinge tun, die einem Spaß machen. Lieber ein Aquarellbild malen statt die fälligen 10 000 Schritte gehen? Dann lieber malen. Das erdet besser als der selbst auferlegte, aber innerlich nicht gewollte Zwang zur Ertüchtigung. Unsere Hobbies, die wir in unserer freien Zeit machen, sollten UNS Spaß machen – sie sollten abgesehen davon einfach mal ein Stück zweckfrei sein. Also nicht für straffere Schenkel sorgen.

Zweitens: Die meisten Dinge erledigen sich von selbst

Ich muss mir diesen Satz auch immer wieder wie ein Mantra sagen, weil ich in manchen stressigen oder nervenaufreibenden Situationen, sei es im Büro oder zu Hause, auch nicht immer daran glauben mag, aber er stimmt. Wie oft grübeln wir die Nacht über ein vermeintlich riesiges Problem und am nächsten Tag gibt es dieses Problem schon gar nicht mehr oder es ist einfach überhaupt nicht riesig. Und wenn doch: auch dafür findet sich eine Lösung. Sollten wir ein Teil des Problems sein, ist das zwar nicht schön, aber das bedeutet auch nicht, dass die Welt sich von unten nach oben kehrt. Menschen machen Fehler. Ganz einfach. Und: alles wird gut. Auch ganz einfach.

 

 

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